Donnerstag, 22.12.2016, 19:00 Uhr

Ein Film ist euch nicht genug? Ihr wollt Vielfalt und eine knackig kurze Story? Dann kommt am 22.12. zu uns ins Regenbogencafé. Wir präsentieren euch die queere Kurzfilmnacht. Für jeden ist was dabei. Genießt Filmkunst in lockerer Atmosphäre. Mit freiem Eintritt bieten wir euch das Filmerlebnis der anderen Art. Wir freuen uns, euch begrüßen zu dürfen. Sagt es weiter und kommt zahlreich.

20.12.2016, 20:00 Uhr

Dieser Thriller handelt vom jungen Werbetexter Tom, der aufs Land reist, um der Beerdigung seines verstorbenen festen Freundes Guillaume beizuwohnen. Allerdings weiß Guillaumes Familie mit Außnahme des Bruders Francis weder von der Homosexualität des verstorbenen Sohns noch von dessen festem Freund. Francis tut derweil alles dafür, dass dies auch so bleibt. So transportiert der Film eine düstere Stimmung, die überall Gefahr vermuten lässt. Regisseur Xavier Dolan lässt den Film von der Kameraführung und den Bildkompositionen her zu einem Kunstwerk werden und ergänzt diesen mit Musik des Oscarpreisträgers Gabriel Yared.

Eintritt: 7,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro

Eine Veranstaltung des LSVD Sachsen-Anhalts mit freundlicher Unterstützung des Studiokino Magdeburg und des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung Sachsen-Anhalt.

13.12.2016, 19:00 Uhr

Lake, 18 Jahre alt, beginnt einen Job im Altenheim, um ein Studium zu finanzieren. Dort trifft er auf Melvin, 80 Jahre alt, den er irgendwie interessant und anziehend findet. Sie kommen sich bei Hilfestellungen bei der Körperpflege näher, schließen Freundschaft und LAke verhilft Melvin letztendlich zur Flucht. Es entspinnt sich ein Roadmovie, das ein ganz besonderes Thema zum Kern hat: Die Liebe zu älteren Menschen. Zwischen Melvin und Lake entsteht bald mehr als nur Freundschaft und wie sich diese Liebesbeziehung entwickelt, könnt ihr im Dezember bei uns im LSVD sehen.

“Es ist ein Verdienst des Filmes, dass im Verlauf der Handlung kein Ekelfaktor auftaucht, ganz im Gegenteil, es entsteht vielmehr fast eine Art Verständnis, so im Sinne von: Ist doch gar nicht so schlimm.” (Amazon-Rezension)

Die Filmvorführung findet im Regenbogencafé, Schäfferstraße 16, Magdeburg statt. Der Eintritt ist frei. Los geht es am 13.12. um 19 Uhr.

Eine Veranstaltung des LSVD mit freundlicher und finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt.

Am 8.12.2016 hatten wir einen Themenabend zum Namensgeber der Festtage, Dr. Magnus Hirschfeld geplant. Hierzu hatten wir den Publizisten, Wissenschaftshistoriker und Mit-Gründer der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaf Ralf Dose eingeladen um uns das Leben und das Wirken des Sexualforschers und Mitbegründers der ersten Homosexuellen-Bewegung näher zu bringen.

Leider ist kurzfristig unser Referent abgesprungen. Da wir auf die Kürze keinen Ersatz beschaffen können, muss die Veranstaltung leider ausfallen. Wir bedauern dies sehr und bitten euch um Verständnis.
[Beitrag geändert von Robert Tecklenburg am 07.12.2016, 17:21:05]

Cover
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Das Leben verläuft nicht linear und immer einer geraden Schnur folgend. Mit Erinnerungen ist es genauso. „Die Mitte der Welt“ erzählt aus dem Leben von Phil und all den Menschen um ihn herum und allein deshalb ist es schwierig, all den Inhalt in wenige Worte zu fassen. Ein sympathischer Spielmann sagte einmal, was man für das Ende einer Geschichte halten könnte, ist in Wahrheit schon der Beginn einer neuen. Auch Phil sucht an einigen Stellen nach dem Punkt, an dem alles angefangen hat. Also wo beginnt die Geschichte von der Mitte der Welt?

Der Roman selbst beginnt mit der Reise von Glass, Phils Mutter, von Amerika über England zum Schloss Visible und dort angekommen, mit dem Beginn von Phils Leben. Er endet damit, wie der 17-jährige Phil an Bord eines großen Frachtschiffes geht, um von Europa nach Amerika zu gelangen, dort einen neuen Abschnitt seines Lebens zu beginnen und nach seinem Vater zu suchen. Dazwischen passiert ähnlich viel, wie man selbst in den ersten 17 Jahren seines eigenen Lebens erlebt hat. Dabei scheint irgendwie alles miteinander zusammen zu hängen, aber dem kompletten Netz an Geschichten wird man erst am Ende gewahr. Bis dahin erfahren wir beispielsweise davon, wie Phil seine beste Freundin Kat in frühen Kindheitstagen im Krankenhaus kennengelernt hat, als er zur Angleichung seiner abstehenden Ohren unters Messer musste. Oder davon, wie er mit 14 Jahren auf eine Schiffsreise von Gable (einem Verwandten aus „einer entfernten Seitenlinie der Familie“) mitkommen durfte und im Mittelmeerraum ein eigenes erstes sinnliches Abenteuer erlebt. Oder davon, wie er und seine Zwillingsschwester Dianne sich am Fluss gegen eine Gruppe anderer Kinder aus seiner Klassenstufe verteidigen mussten, die sie wegen ihres Außenseiterstatus überfielen. So erhält man ein Puzzleteil nach dem nächsten, das man zunächst wahllos auf dem Boden der eigenen Vorstellungskraft verteilt. Parallel dazu sind die Sommerferien gerade zu Ende und bei einem Eis bereden Kat und Phil noch die Erlebnisse aus dem Sommerurlaub und die Geheimnisse um Phils Vater, als zum neuen Schuljahr Nicholas neu in die Klasse kommt und sich Phil schnell in ihn verliebt. Er hat ihn sogar vor Jahren schon mal in der Stadt gesehen – auch dazu gibt es eine Geschichte – und seitdem nie wieder. Zur Freude des mitfiebernden Lesers kommen die beiden zusammen, aber einige Zweifel bleiben Phil noch. „Frag ihn nie, ob er dich liebt“, gibt ihm Glass als Rat auf den Weg. Immerhin scheint es zunächst gut zu laufen, denn Nicholas kommt auch mit Kat gut klar und ganz vorsichtig erhält Phil einen kleinen Einblick in Nicholas‘ Geheimnisse. Einen zu kleinen, wie Phil findet. Immer mehr bekommt er das Gefühl, dass er nicht so sehr zu Nicholas vordringt, wie er gern würde. Ihm fehlt Nähe und Sicherheit. Gleichzeitig ist die Angst, zu schnell wieder verlassen zu werden, zu groß. Dass sich Nicholas und Kat dann sogar besser verstehen, als Phil zu denken vermochte (und doch insgeheim unterbewusst befürchtete), lässt ihn neben weiteren Hiobsbotschaften in einen dunklen Strudel fallen. Zuletzt – mittlerweile ist Winter und ein bedeutender Schauplatz ist eine weiße, von Schnee bedeckte Wiese – kommt es zu einem verhängnisvollen Vorfall, an dem Kats Exfreund Thomas und Phils früherer Schulfreund Wolf beteiligt sind. Zwischen Phil und Nicholas ist ab da an nichts mehr wie es war. Dafür werden die letzten Geheimnisse um seine Schwester Dianne und seine Mutter Glass gelüftet. Alles, was Phils Leben bis jetzt ausgemacht hat, scheint ins Wanken geraten zu sein. Immerhin kommt Phil am Ende nach längerem Hadern zu dem Schluss: „Noch immer glaube ich, den Boden unter meinen Füßen schwanken zu spüren, aber ich habe keine Angst mehr davor, zu stürzen. Es ist ein schönes Gefühl. Es ist das Gefühl von Leben in Bewegung“.

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Jugend bildet MeinungDie Jugend und ihre Bedürfnisse werden in Magdeburg zu wenig wahrgenommen? Dann lasst uns doch gegensteuern! Der internationale Tag der Jugend am 12 August ist genau dazu gedacht, auf Jugendliche und deren Lebenswelt aufmerksam zu machen. In diesem Jahr plant der Stadtjugendring daher einen Jugendaktionstag auf dem Breiten Weg gegenüber dem Karstadt mit einer Infomeile, einer Bühne mit Musikprogramm, Redebeiträgen und Jugendquiz sowie eine Aktionsfläche für weitere Angebote. Ziele sind der Austausch der Aktiven, Präsenz der Jugend im öffentlichen Raum und ansprechende Angebote für junge Menschen.

Um 12 Uhr soll der Aktionstag beginnen und bis 18 Uhr andauern. Das Bühnenprogramm läuft evtl. sogar bis 19 Uhr. Damit findet der Aktionstag parallel und in unmittelbarer Nähe zur Eröffnung der Magdeburger CSD-Woche am Rathaus statt. Diese startet um 14 Uhr mit der Hissung der Regenbogenfahne und einem anschließenden Empfang im Rathaus. So kann man praktischerweise gleich beides miteinander verbinden.

Auch ComeIN ist am Jugendaktionstag beteiligt und wird mit einem Stand vor Ort sein. Daher freuen wir uns, wenn ihr vorbei kommt und hallo sagt. Wenn ihr uns bei den Vorbereitungen und bei der Standbetreuung unterstützen wollt, wäre das fantastisch und würde uns stark helfen. Sprecht und dazu am besten auf den regelmäßigen ComeIN-Treffs montags an oder schreibt uns eine Mail oder Facebook-Nachricht.

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Jedes Jahr findet zum CSD in Magdeburg ein Sportfest mit Fußballturnier statt. Bisher haben wir nicht genügend Leute für ein eigenes ComeIN-Team finden können. Vielleicht ändert sich das in diesem Jahr. Hast du Lust, mit uns Fußball zu spielen? Dann schreib uns einfach eine Mail oder schreib uns auf Facebook, dbna oder Lesopia an.

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Der Titel allein mag in der heutigen Zeit abschrecken. Er riecht nach Konservatismus, nach Spinnweben, trockener Materie und vielleicht auch etwas Sozialismus. Letztere Vermutung liegt gar nicht so fern. Trotz vermutet staubiger Thematik liest sich das Buch flüssig weg, obwohl man am Anfang erst mit einer ganzen Schar an Familienmitgliedern vertraut gemacht wird. Das erste Kapitel wirkt sogar offensichtlich wie einzig dafür geschrieben, wenn Oma Johanna rekapituliert, wer aus ihrer Familie eigentlich was zum geplanten Frühjahrsball beitragen soll. Dabei wirkt der Frühlingsball wie ein Superevent, mit dem jeder aus der Familie andere Ziele verfolgt. Parallel dazu gilt es, die Firma Schöne Plastik, deren Geschäftsführerin Mutter Christa ist, endgültig aus der Krise zu führen, als ein Großauftrag aus China anklopft.

Insgesamt versucht das Buch, alle Bereiche und Themen des Lebens und einer Familie gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen, was relativ gut gelingt. Man hat lediglich das Gefühl, dass in der kurzen Handlungszeit von gerade einmal anderthalb Monaten viel zu viel passiert, zwei Autounfälle und eine Firmenübernahme inklusive. Christa lernt beispielsweise eine neue Liebe kennen, die sie kurz darauf schon wieder verliert. Oder doch nicht? Der Freund der Tochter Cornelia landet letztendlich fast unschuldig in einer kurzen Affäre mit Marek, dem Cousin von Cornelia, der länger schon Augen für Sebastian hat. Tochter Cornelia arbeitet derweil emsig daran, einen Posten im Stadtrat zu bekommen und auf weite Sicht sogar die Bürgermeisterin abzulösen. Oma Johanna freut sich auf einen Besuch des Sohnes ihres gefallenen Bruders, Eugen, der nun plötzlich Eugenia heißt und gar nicht mehr männlich aussieht, aber großes Interesse für die Geschäfte der Firma zeigt.  Diesen und einigen weiteren Handlungssträngen, die sich wild abwechseln, fiebert man nach und am Ende ist kaum noch etwas so, wie es am Anfang war. In weiteren Rollen: Eine zerbrochene Ehe, eine Tochter, die mit ihrem Freund durchbrennt, eine ganze Menge Börsenspekulation, die wie ein Damoklesschwert über der Fabrik hängt und eine alte Holzkiste mit Relikten aus der Vergangenheit.

„Vergangenheit“ ist insofern noch ein gutes Stichwort, als dass es ausreichend Rückblenden gibt, die geschichtlich prekäre Situationen anreißen, wie die NS-Zeit und den Sozialismus. Dabei wird dem Leser überlassen, eine Wertung zu finden. Mit all dem, was auf den 384 Seiten beschrieben, erzählt und angedeutet wird, würde ich das Buch als hervorragend bezeichnen, wenn auch zum Prädikat „Meisterwerk“ noch ein wenig fehlt. Lesen lohnt sich aber auf jeden Fall. Eine gute Portion Konzentration muss man dabei selbst mitbringen.

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COME_IN_RezensionWer in der LesBiSchwulen “Szene” aktiv ist, bekommt neue gute Filme fast automatisch über die sozialen Netzwerke und Mundpropaganda serviert. Bei “Coming in” blieb die Gemeinschaft aber still – ich erfuhr eher zufällig und nebenher davon, las mir die Beschreibung durch, schaute mir den Trailer an und schloss mit dem Thema auch wieder ab. Zu plakativ, auf Stereotypen pochend und wahrscheinlich nur Klamauk auf Kosten der Schwulenbewegung, so mein Eindruck. Nur ein winziges Detail störte mich, das ich aber nicht weiter ernst nahm: Als Regisseur und Drehbuchautor war Marco Kreuzpaintner aufgeführt. In der Szene richtig bekannt geworden ist er 2004 durch seinen Film “Sommersturm”, der – von Rosenstolz vertont – gefühlt der erste schwule Film war, der breit in den Kinos lief und viele begeisterte. Wie kann sich so jemand plötzlich stereotypenreitend über Schwule lustig machen?

Meine Einleitung lässt es schon erahnen: Letztendlich war alles ganz anders. Durch einen Zufall kam ich gratis in den Film, sah ihn damit doch und geriet ins Grübeln. Die Charaktere sind zwar nicht bis zuletzt ausgefeilt – dies ist für eine Komödie wahrscheinlich auch nicht zwingend erforderlich – aber immerhin kommt die Botschaft gut rüber: Wie reagiert die LesBiSchwule Gemeinschaft, wenn man den Spieß mal umdreht? Wenn man die Tucke vor dem Herrn plötzlich hetero werden lässt? Schmeckt das nach Verrat? Für alles, was erkämpft wurde, mit Demonstrationen, politischen Debatten, gesellschaftlichen Aktionen, usw.? Fiebert man mit, er möge sich letztendlich doch für sein schwules Ich entscheiden, weil plötzlich die Seriosität der LesBiSchwulen Bewegung an dieser einen Person hängt? Wie stünden wir sonst vor den anderen, den Heteros da? Abgesehen von dem falschen Signal, Schwule könnten vielleicht doch wieder “umgepolt” werden!

Und hier liegt das Problem: Der Film zeigt wunderbar das Zwei-Kategorien-Denken in Homo und Hetero auf, den Kampf zwischen den Fronten. Er führt dabei das Monopol auf Coming-Outs auf schwuler Seite ad absurdum. Zugegeben, der Film manifestiert diese Fronten weiter, doch die versteckte Botschaft, für die man schon etwas Interpretationsgabe braucht, ist letztendlich, dass es eigentlich auf den einzelnen Menschen ankommt und darauf wie er fühlt. Dass nur der Einzelne allein Besitzer seiner Gefühle ist und wir aufhören sollten, anderen vorzuschreiben, was sie zu fühlen haben. Auf beiden Seiten! Bisexualität wird beispielsweise, ja fast schon auffallend, kein einziges Mal erwähnt. Dabei wäre es die simpelste Erklärung gewesen. Würde der Hauptdarsteller am Anfang des Films sagen: “Ich bin bi.”, wäre alles andere überflüssig und der Film wieder zu Ende. Aber diese Möglichkeit zieht im Film niemand, ja wirklich niemand in Betracht und genau so fristet Bisexualität neben vielen weiteren Identitäten ein Schattendasein.

Ist es vielleicht die versteckte Kritik, die die LGBT*-Gemeinschaft schweigen lassen hat? Der Seitenhieb, dass “wir” letztendlich kein Stück besser sind, als “die anderen”, mit ihrem pauschalisierenden Kategoriendenken? Es kann doch nicht sein, dass niemand aus der “Szene” den Film gesehen und verstanden hat!

Ja, der Film lässt genug Platz zum Meckern. Warum ausgerechnet ein Frisör – das Clichébild der Weiblichkeit des Schwulseins schlechthin? Warum die überzeichnet schwulen Charaktere? Warum der Titel “Coming in”, der auf Anspielung zum Coming-out mit den Begriffen “in” und “out” die Bekennung zur Heterosexualität besser wertet? Warum ausgerechnet als Komödie?

Auf die meisten Fragen lassen sich bestimmt gute Begründungen finden. Warum auch nicht darüber diskutieren und eigene Annahmen dabei selbst hinterfragen? Auf der anderen Seite hat der Film auch seine positiven Aspekte: Das Genre der Komödie ist gut getroffen und bei weitem nicht so platt, wie der Trailer vermuten lässt. Die Stadt Berlin wird in wunderbaren Bildern eingefangen, ähnlich großer amerikanischer Städte in einem Stil, den man sonst aus Hollywood kennt. Deutschland repräsentiert hier indirekt Weltgewandtheit und die Hauptstadt ihren Chic. Die Gesellschaft wird gut portraitiert und bekommt ihr Fett weg – gerade im richtigen Maß komisch und nicht übertrieben. Und das Wichtigste: Bei all den gezeigten Clichés und vielleicht auch gerade mit dem eher heterosexuellen Bevölkerungsanteil als Zielpublikum gibt es genug Stellen, die “typisch schwul” sind und dem Kinogänger mit jedem Mal ein bisschen mehr zeigen, dass sowas doch gar nicht so schlimm ist, wie man es sich immer vorstellt. Der Film vergrault niemanden, lädt dabei alle zum Lachen ein und ganz wichtig: Zum gemeinsamen Lachen.

Ich denke, dieser Streifen kann ein guter Beitrag dazu sein, dass sich Homos und Heteros einander annähern, vielleicht sympathischer finden und andererseits “wir Homos” auf eine bereits einsetzende Selbstverherrlichung aufmerksam gemacht werden, sowie auf eine Versteifung der Kategorien. In einer modernen Gesellschaft gibt es kein “Homo” und “Hetero” mehr, sondern jeder hat seine eigene Form zu lieben, wie auch immer sie gerade aussieht.
Und mal ehrlich, hätte ein Film genau so viel gebracht, der offensiv für die Anliegen “der Schwulen” wirbt, mit dem sich die Aktiven der Szene wieder die Schulter klopfen können, in den aber keiner derer rein geht, die eigentlich angesprochen werden sollten?
Schade, dass der Streifen mittlerweile wieder aus allen Kinos raus ist – und in viele Köpfe nicht rein ging. Das war eine echte Chance.

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