news-gayfolksmovementIm Februar finden die Olympischen Winterspiele in Sochi, Russland statt. Olympia bedeutet neben sportlichen Höchstleistungen aber auch das Eintreten gegen Diskriminierung jeder Art. Dieser olympische Gedanke widerspricht sich dieses Mal mit dem Austragungsort, denn in Russland wurde erst 2013 ein Gesetz zum Verbot von “Propaganda” gleichgeschlechtlicher Lebensweisen erlassen. Damit ist alles auf offener Straße verboten, was auch nur im Entferntesten nach schwul-lesbischem Verhalten aussieht: Ein Kuss, Händchen halten – ja selbst ein Zulächeln könnte notfalls als homosexuell verstanden werden. Demonstrationen, Aufklärungsprojekte, öffentliche Hilfseinrichtungen und viele weitere Initiativen fallen definitiv unter das Gesetz und sind damit auch verboten. Keine Hilfe für Lesben, Schwule und Bisexuelle in Russland. Schlimmer noch: Wenn der Staat zeigt, dass er Homosexualität nicht gut findet, fühlen sich viele Ermutigt, ihre Homophobie selbst offen auszutragen. Viele Schwule und Lesben sind bereits Opfer von Gewaltattacken geworden.

Das Gay Folks Movement bietet ein Dach, um vielfältige Proteste gegen diese Politik zu bündeln, größere Aufmerksamkeit zu erreichen und viele einzelne Stimmen zu einem gewaltigen Ruf zu vereinen. Initiiert wurde es von der Hirschfeld-Eddy-Stiftung – der Menschenrechtsstiftung des LSVD.

Zum Start der olympischen Winterspiele ruft das Gay Folks Movement zu einer Protestbewegung auf. Weltweit sollen um 16:14 GMT (also 17:14 Uhr Ortszeit) die Stimmen gegen Diskriminierung in Russland laut werden. Das gemeinsame Zeichen: Blaue Augenbrauen und ein roter Bart. Wir werden uns in Magdeburg diesem Aufruf anschließen und eine eigene Kundgebung durchführen. Gegen 17 Uhr beginnt sie an der Ecke Ernst-Reuter-Allee / Breiter Weg (am MVB-Kiosk).

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