Hallo und willkommen zurück zu COME IN Weekly!

 

Allen wünsche ich heute einen ruhigen International Day of Trans Visibility. 

Dieses Jahr steht der Tag unter dem Motto “surviving, thriving” (#TransThriving), also “überleben, aufblühen”. Dabei sollen die Leistungen von und für Trans*personen der letzten 12 Monate geehrt werden. Es geht nicht nur darum, dass das Trump-Regime überlebt wird, sondern auch gegen das allgemein herrschende politische Klima, das immer und immer transphober wird, anzugehen. Sich dagegen aufzulehnen, zu handeln und auch andere darüber aufzuklären hilft der Sicherheit von Trans*personen und ist ein wichtiger Schritt zur Akzeptanz der Community. 

 

Ein kleiner Hinweis für alle, die vielleicht nicht so sonderlich viel von Ostern halten – Am Ostermontag (02.04.) öffnet das COME IN, wie jeden Montag im Regenbogencafé, die Tore für euch. Hier gibt es keinen Feiertag, zumindest nicht für den Osterhasen.

Falls ihr also Lust habt, in einer gemütlichen Runde zusammenzusitzen und zu quatschen – Kommt vorbei! 🙂

 

Dann noch eine Ankündigung vom LSVD: Die Mitglieder*innen des Landesverbandes treffen sich am 07.04 (Samstag) zur Mitgliederversammlung. Ab 11 Uhr gehts im Regenbogencafé los. 

Gewählt werden dieses Mal auch neue Vorstandsmitglieder*innen. Falls ihr euch also beim LSVD engagieren wollt, wäre genau diesen Samstag eure Chance!

 

Doch Ostern mit dem LSVD ist nicht das einzige, das ein queeres Magdeburg zu bieten hat.

Der Theaterjugendclub des Theaters in Magdeburg führt aktuell ein Stück namens “Andere Ufer” auf. Inhalt des Stückes ist folgender:

 

Mitten im Schulalltag trifft sie die Liebe und nichts ist mehr wie es vorher war. Während die Schülerinnen und  Schüler nach außen tun als sei alles normal, erwachen Gefühle, die beachtet werden wollen. Es fühlt sich intensiv, ehrlich und stark an. Doch was denken die anderen? Ist meine Liebe normal? Gehöre ich jetzt noch zu den »Coolen«? Der Theaterjugendclub erzählt von Sehnsucht und Liebe, vom Kampf zwischen Selbstverwirklichung und Akzeptanz durch Familie und Freunde.

Heute Abend (31.03) und am Freitag (06.04) wird das Stück um 19.30 Uhr im Opernhaus / Podium gezeigt – Ich habe meine Karte für heute Abend schon besorgt und bin gespannt, wie die jungen Schauspieler*innen die Thematik umsetzen werden.

 

Kommen wir auch gleich noch zu einem Update zu einer Sache, die in der letztwöchigen WEEKLY angesprochen wurde: 

Die Berliner Landesregierung will, dass der Schutz von „sexueller und geschlechtlicher Identität“ ins Grundgesetz aufgenommen wird. Nach heißen Diskussionen, ob nun nur die sexuelle Identität laut Grundgesetz geschützt werden soll, schaut es wohl so aus, als hätten sich Die Linke und Die Grünen darauf geeinigt, doch die Formulierung “sexuelle und geschlechtliche Identität” zu übernehmen.

Am 10. April soll der Berliner Senat über die Initiative entscheiden. Unklar sei jedoch noch, ob die Initiative schon am 27. April in den Bundesrat eingebracht wird.

 

Weitere positive Nachrichten aus Deutschland kommen zur “Ehe für alle”:

Vom 1. Oktober 2017 bis Ende März 2018 heirateten weit mehr als 1.000 gleichgeschlechtliche Paare in Berlin. Dreiviertel der Paare lebten zuvor bereits in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und hatten diese dann in eine offiziell gültige Ehe umwandeln lassen. 

Die Standesämter rechnen im Laufe des Jahres mit einem verstärkten Zulauf, da viele schwule und lesbische Paare das Datum ihrer registrierten Lebenspartnerschaft für einen Hochzeitstermin nutzen wollen und bisher noch warten.

Da kann man allen Frischverheirateten doch nur herzlichst gratulieren! 🙂

 

Auch in Amerika gibt es kleine Lichtblicke für die queere Jugend – Der Staat Washington hat nun die “conversion therapy” (Reparativtherapie) für Menschen unter 18 verboten.

Das bedeutet also, dass Mediziner*innen oder andere Gesundheitsdienstleister*innen die Therapie zur “Änderung der sexuellen oder geschlechtlichen Identität” nicht mehr anwenden dürfen. Insgesamt gibt es in Amerika aktuell 11 Staaten, die die Reparativtherapie zumindest für Kinder und Jugendliche unter 18 verbieten.

Inwieweit das Verbot jedoch auch strafrechtlich verfolgt wird und inwieweit Kinder und Jugendliche sich selbst schützen können, sollten ihnen ihre Eltern diese Therapie aufzwingen wollen, ist leider nicht bekannt. 

Bleibt zu hoffen, dass hier die Wünsche und Ängste der queeren Jugend ernstgenommen wird.

 

Und nun zu guter letzt das Coming Out der Woche 🙂

Alyson Stoner – manchen vielleicht noch aus Filmen wie Camp Rock bekannt – schrieb gestern einen bewegenden Artikel für die TeenVogue, in der sie von ihrer ersten Beziehung mit einer Frau berichtet.

In dem Artikel beschreibt sie die inneren Kämpfe, die sie mit sich selbst austrug. Der eigene Glaube und 

schädigende Vorurteile wie “Vielleicht hatte ich einfach keine männliche Vorbildsfigur, da ich keine wirkliche Beziehung mit meinem Vater hatte” ließen sie an sich, ihrer Identität und ihren eigenen Gefühlen zweifeln. 

 

Auch ihre Karriere als Tänzerin und Schauspielerin ließen es in ihren Augen nicht zu, sich zu outen, zu sich zu stehen.

Doch es wäre nicht mein persönliches Coming Out der Woche, wenn es kein gutes Ende hätte: Alyson sagt nun selbst, dass sie sich von Menschen angezogen fühlt – unabhängig des Geschlechtes. Ihre Reise half ihr, über Vorurteile und Engstirnigkeit hinwegzukommen und stärker aus der Situation hervorzutreten.

Den ganzen Artikel gibt es in englischer Sprache hier.

 

Das wars nun auch schon wieder!

Packt euch bei dem grausigen Schneeregen warm ein und genießt die restlichen Feiertage (oder das verlängerte Wochenende, wenn Ostern nicht gefeiert wird 😉 )

 

Bis nächste Woche,

Min. 🌈

 

Dieser Beitrag kann persönliche Meinung des Autors enthalten, die nicht automatisch die Meinung des Jugendtreffs  COME IN sein muss.

 

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