WEEKLY (KW 23)

Eine weiße geschlechtslose Figur hält einen goldenen Pokal, auf der eine goldene 1 abgedruckt ist

Und das Comeback des Jahres geht an … die WEEKLY!

Hi 🙂

Kennt ihr uns noch? Es ist eine Weile her, dass für die WEEKLY gebloggt wurde, aber mit einer Pandemie, Veränderung im Privatleben und sonstigen Problemen, die sich da mal eben in den Weg stellen, war es mir die letzten Monate nicht möglich, für die WEEKLY zu schreiben. Da seit heute allerdings der offizielle Pride Month ist, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, mich wieder an meinen Lieblingsblog zu setzen und euch brandaktuelle News aus der queeren Community zu bringen.

Deswegen … hallo und herzlich Willkommen zurück zur WEEKLY, eurem semi-wöchentlichen queeren Info-Blog!

Wie bereits am Anfang erwähnt ist seit heute Pride Month. Wir erinnern uns daran, dass vor allem schwarze und braune trans Frauen damals in den Stonewall Riots für unsere Rechte gekämpft haben. Deswegen ist es jetzt umso wichtiger, dass sich die weiße, privilegierte Seite der LSBTIAAPQ+ Community für unsere schwarzen Geschwister einsetzen.

TW: Polizeigewalt, anti-schwarze Gewalt, transfeindliche Gewalt

Eine kleine Menschenmenge protestiert, manche haben die Faust nach oben gestreckt und zwei schwarze Personen halten einen Banner, auf dem
Quelle: 9BillionTigers | twitter.com
Aktuell erleben die (vor allem friedlichen) Proteste um Black Lives Matter einen Höhepunkt, da in Amerika immer noch sinn- und grundlos schwarze Menschen von Polizist:innen ermordet werden. Und auch schwarze trans Personen werden proportional häufiger ermordet als beispielsweise weiße Mitglieder der queeren Community.

So geschehen war das vergangene Woche: Tony McDade wurde in Florida von Polizist:innen erschossen – angeblich, weil er einen anderen Mann erstochen hätte. Da Tony allerdings waffenlos war, waren diese haltlose Anschuldigen der lokalen Polizei.

Tony war ein schwarzer trans Mann, der in den wenigen Berichten um seinen Tod auch noch misgendert und gedeadnamed wird.

Während in Amerika protestiert wird, gab es aktuell in Lodnon Diskussionen um das Erbauen einer Moschee im Herzen des LGBT+ Stadtteils in London.

Nicht nur Rechtspopulist:innen haben sich über den Bau der Moschee erbost; auch gab es kritische Stimmen aus der queeren Londoner Community, die eine kirchliche Institution in einem Stadtteil, der vom Nachtleben lebt, eher unpassend fanden.

Doch die Aziz Foundation, die muslimischen Jugendlichen Stipendien vermittelt, gewann am Ende. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass Soho schon immer ein Stadtteil der Toleranz gewesen sei und sich diese Tradition vorsetzen müsse.

Die weißen Umrisse einer Moschee, die auf einem Sichelmond steht, und eines kleinen Sichelmondes, der über der Moschee scheint

Traditionen brechen möchte auch Berlin: Berlin setzt sich für ein Landesantidiskriminierungsgesetz ein. Hintergrund des LADG sind immer wiederkehrende Diskriminierungen durch öffentliche Verwaltungen wie beispielsweise die Polizei. Das LADG sieht “ein Diskriminierungsverbot im Rahmen öffentlich-rechtlichen Handelns, den verbesserten Zugang zu Instrumenten des Diskriminierungsschutzes und die Förderung einer Kultur der Wertschätzung von Vielfalt” vor.

Und ratet mal, wem das nicht gefällt?

Richtig. Horst Seehofer.

Der Dude, der unten in Bayern sitzt und gefühlte zehnmal bereits in den Ruhestand gehen wollte.

Laut des bayerischen Politikers dürfe man Polizist:innen nicht unter Generalverdacht stellen. Wenn man sich aber die Geschichte des strukturellen Machtmissbrauchs und der strukturellen Diskriminierung durch Polizeibeamt:innen anschaut, denke ich persönlich schon, dass man ein besseres Auge auf unsere “Freunde und Helfer” werfen sollte.

Durchgegangen ist das Gesetz noch nicht, wünschenswert wäre es allerdings.

Frischer Wind in einigen Teilen der Katholischen Kirche

Eine Person mit längeren Haaren und Haarschmuck, die - uns den Rücken zugedreht - am Fenster steht und die Vorhänge zur Seite schiebt. Die Person trägt ein Korsett-ähnliches Oberteil mit Spitzen-ÄrmelnGeorg Bätzing (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz) hat sich für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare – aber auch wiederverheirateten Geschiedenen – ausgesprochen. Der Bischof von Limburg sieht, dass andere Bistümer für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare offen sei und forderte ein baldiges Einbringen des Themas in den Synodalen Weg.

Das waren die News zum ersten Tag des Pride Months.
Wir sehen uns (fingers crossed) nächste Woche wieder. Bis dahin, passt auf euch auf und habt eine gute Zeit!

🌈 Min

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