WEEKLY (KW 25)

Hallo und herzlich Willkommen zurück zur WEEKLY, eurer queeren Nachrichtenübersicht! 🙂
Ich hoffe, ihr seid gut durch die Hitzewelle der letzten Tage gekommen und musstet euch nicht allzu sehr anstrengen.
In der heutigen Ausgabe wird es – auch weil wir immer noch im Pride Monat Juni sind – mehr Coming Outs geben, da sich in der letzen Woche einige Celebrities geoutet haben 🙂
Aber kommen wir erstmal zu den Nachrichten der vergangenen Woche.

Los gehts!

Die “queersten Städte der UK” Brighton und Hove werden ab dem kommenden Schuljahr sehr viel LSBTIAQ+ inklusiveren Unterricht abhalten.

In den Grundschulen der beiden Städte sollen ab sofort queere Beziehungen verpflichtend miteinbezogen werden, wenn die Kinder mehr über die verschiedenen Familienformen lernen.

EIne schwarze Schultafel, auf der mit weißer Kreide das Alphabet in Schreibschrift geschrieben wurde
© pixabay.com | kyasarin

Weiterführende Schulen sollen ab sofort Sexualkundeunterricht erhalten, der nicht nur über heterosexuelle Beziehungen, sondern auch über andere sexuell-romantische Identitäten und Geschlechtsidentitäten berichtet. Gefördert wird außerdem Sexualkundeunterricht, der sich mit nicht-heterosexuellen Sexpraktiken auseinandersetzt. Verpflichtend ist dieser Teil des Unterrichts jedoch – im Gegensatz zum Rest – nicht.

Leider gibt es auch wieder negative Nachrichten aus Amerika.

Trump hatte die vergangene Woche Regelungen, die zum Schutz von trans Personen vor Diskriminierung im Gesundheitswesen dienten, zurückgenommen. Ursprünglich war das Geschlecht im Gesetz zum Schutz der Bürgerreiche im Gesundheitswesen über das “biologische Geschlecht” hinaus ausgeweitet wurden, um alle Geschlechtsidentäten zu erfassen.

Eine medizinische Fachkräft, die beige-farbene Latexhandschuhe trägt stellt ein Reagenzröhrchen mit Blut in ein medizinisches Gerät
© pixabay.com | DarkoStojanovic

Laut der Änderung wird das Wort “Geschlecht” nun wieder als “männlich oder weiblich und wie von der Biologie bestimmt” definiert.

Genauer bedeutet das, dass (über)lebenswichtige Behandlungen von Ärzt:innen verweigert werden können. Außerdem können die Sätze der Krankenversicherungen für trans Menschen nun steigen.

Angekündigt hatten Trump und co diesen Schritt schon vor einer ganzen Weile – das ändert nichts daran, dass die Diskriminierung gegen trans Patient:innen wieder massiv zunehmen wird und dies nicht spurlos an der trans Community vorbeigehen wird.

Geht es weiter mit zwei Nachrichten aus der Schweiz!

Der Ständerat hatte bereits im Mai beschlossen, dass die Personenstandsänderung für trans Personen in der Schweiz vereinfacht werden soll.

War zuvor ein kostspieliges und aufwändiges gerichtliches Verfahren sowie die medizinische “Bestätigung des Trans-seins” verlangt, soll die Personenstandsänderung ab sofort mittels einer einfachen Erklärung vor dem Zivilstandesamt geändert werden können.

Bitter ist dabei jedoch, dass zusätzlich auch für eine Zustimmungspflicht des Vormunds bei Minderjährigen und Personen unter gesetzlicher Vormundschaft gestimmt wurde. Dies kann zu innterfamilären Konflikten führen, vor allem dann, wenn die Eltern gegen die Transgeschlechtlichkeit des eigenen Kindes sind.

Wichtig ist auch dabei anzumerken, dass es aktuell in der Schweiz keinen dritten und vierten Geschlechtseintrag wie in Deutschland gibt. Inter Mensche werden also immer noch dazu gezwungen, sich für ein binäres Geschlecht zu entscheiden, wenn sie denn ihren Personenstand ändern wollen würden.

Ein Elternteil hält ein Neugeborenes; unter dem Neugeborenen sind die aufgestreckten Beine der Eltern zu sehen
© pixabay.com | u_jqskahw9

Aus Sicht intergeschlechtlicher Personen wurde die Zustimmungspflicht ebenfalls kritisiert.

Die Körper und die Geschlechtsidentität von inter Personen “werden von Geburt an pathologisiert und von Ärzt_innen und Eltern komplett fremdbestimmt. Es darf nicht sein, dass uns die Politik nun auch noch die Autonomie über den Geschlechtseintrag wegnimmt!”, so Audrey Aegerter, Präsidentin von InterAction Suisse.

Die zweite Nachricht aus der Schweiz lässt Glocken läuten – nämlich Hochzeitsglocken!

Der Schweizer Nationalrat hat nicht nur für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gestimmt, sondern auch für die vollständige Gleichstellung bei Samensende und der gemeinsamen rechtlichen Elternschaft bei Geburt.

Doch allzu früh können sich die Schweizer:innen noch nicht freuen: Sollten Gegner:innen der Ehe-Öffnung innerhalb von 100 Tagen 50.000 Unterschriften sammeln, so könnte ein Referendum erzwungen werden. Dann würde das Volk über die Ehe-Öffnung abstimmen.

Das wars erstmal zu den wichtigsten Neuigkeiten in der queeren Welt.

Kommen wir jetzt zu den Coming Outs der Woche 🙂

🌈 COMING OUT

Anfangen möchte ich mit dem mexikanischen Sänger und DJ Raymix (bürgerlicher Name: Edmundo Gómez Moreno), der auf Instagram eine regenbogenfarbene Hand postete. In diesem Post erklärt er, er sei Edmundo und er sei schwul (Spanisch: Soy Edmundo y soy gay 🙂 ).
Lange hatte er seine sexuell-romantische Identität versteckt – nicht zu letzt deswegen, weil ihm Personen aus der Musikszene, in der er aktiv ist, dazu geraten haben.
Ein Video, in dem er die Beweggründe hinter seinem Coming Out bespricht, findet ihr hier!

Ein weiteres Coming Out gab es diese Woche von Chyler Leigh.
Die meisten werden Chyler als Lexie aus “Grey’s Anatomy” oder Alex aus “Supergirl” kennen. Ihre “Supergirl”-Rolle und die Art, wie sich Alex in der Serie als lesbisch geoutet hat, so erklärt sie in einem Essay, habe sie sehr an ihr eigenes Coming Out als queer erinnert.

Das letze Coming Out gab es bereits letzten Sonntag von Justice Smith.
Der Schauspieler, der in “Jurassic World” mitgewirkt hat, hat sich bei einem der Black Lives Matter-Protest in New Orleans als queer geoutet. Er wolle damit “schwarzes trans und queeres Leben sichtbarer machen”.

Auf Instagram hatte er nach senem Coming Out mehrere Fotos mit seinem Partner Nicholas Ashe gepostet. Auch Nicholas ist Schauspieler.

Mit diesen drei Coming Outs beenden wir die dieswöchige WEEKLY.

Passt weiterhin gut auf euch auf!

🌈 Min

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