WEEKLY (KW 26)

Hallo und herzlich Willkommen zurück zur WEEKLY, eurer queere Nachrichtenübersicht.
Der Sommer ist offenbar endgültig in Deutschland angekommen, aber das ändert leider nichts daran, dass wir langsam aber sicher auf die zweite Corona-Welle zusteuern.

Quelle: © Mylene2401 | pixabay.com
Also liebe Leute: Schützt euch und euer Umfeld. Tragt Masken. Wascht euch regelmäßig mindestens 30 Sekunden mit Seife die Hände.

Helft anderen, die nicht einkaufen gehen können und falls ihr selbst betroffen seid, so gibt es in Magdeburg einige Nachbarschaftshilfen, die dankenswerterweise von Soli statt Hamstern MD zusammengefasst wurden.

Nachdem wir den Punkt geklärt haben, steigen wir in die dieswöchigen News ein!

TW: Homofeindlichkeit

In Hannover wurde das queere Jugendzentrum QueerUnity von Unbekannten mit homofeindlichen Beschimpfungen beschmiert.

Neben “F*gs”, “Homos” und “PKK” (wahrscheinlich für die Arbeiterpartei Kurdistans stehend), das an die Hauswände des Zentrums geschmiert wurde, fiel auch die Hauswand des schwulen Kommunalpolitikers Florian Kusche zum Opfer der Unbekannten. Hier hatten sie “Homos raus” in grüner Farbe rum gekritzelt.

Auf die Attacken hatten sowohl QueerUnity als auch Kusche mit eigenen Botschaften wie “Dieser Hass ist für uns Alltag”, “Deswegen brauchen wir Schutzraum” und “Alle Anders – Alle Gleich” reagiert.

Auch gibt es Neuigkeiten aus Polen – und die sind dieses Mal gar nicht so negativ.

Quelle: © BhaktiCreative | pixabay.com

Das polnische Linksbündnis Lewica hat Gesetzentwürfe zur Öffnung der Ehe ins Parlament eingebracht. Es gab bereits Versuche, vor 7 bzw. 5 Jahren einen Entwurf zu eingetragenen Lebenspartnerschaften, die einige Rechte mit sich gebracht hätten, durchzuboxen – doch leider gab es dafür im Parlament keine Mehrheit.

Wenn man allerdings bedenkt, wie es im Rest des Landes ausschaut, kann man sich fast denken, wie die Abstimmung um das Gesetz zur Ehe-Öffnung enden wird …

Nicht so rosig sieht es leider in Rumänien aus.

Nachdem Queerfeindlichkeit und Antifeminismus immer mehr im Ostblock zunehmen, ist es rumänischen Schulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen mittlerweile verboten, “Theorien von Geschlechtsidentität zu verbreiten”.

Genauer bedeutet das, dass nicht mehr unterrichtet werden darf, dass es Unterschiede zwischen dem “biologischen Geschlecht” und der “Geschlechtsidentität” gibt. Studierenden-Vertretungen kritisieren den Entwurf als Angriff auf die freie Meinungsäußerung.

Mit dieser Entscheiden werden entsprechend auch trans, inter und abinöre Personen unsichtbar gemacht. Die große berechtigte Sorge besteht nun, dass Gewalt und Queerfeindlichkeit massiv zunehmen werden.

Ein Faux-pas hatten sich diese Woche ebenfalls die GRAMMYs geleistet.

In einem Tweet erklärten sie, dass Sam Smith die erste queere Person war, die einen GRAMMY in der Kategorie “Best Pop Vocal Album” gewonnen hätte.

Stimmt nur leider nicht ganz, denn auch Lady Gaga hatte bereits in dieser Kategorie gewonnen. Und Stefani Germanotta, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, ist bisexuell.

Doch damit nicht genug: in einem weiteren Tweet misgenderte der GRAMMYs Account Sam Smith und bezeichneten Sam als “schwulen Mann”. Sam hatte sich jedoch letztes Jahr als non-binary geoutet und nutzt im Englisch they/them Pronomen.

Ironisch an der ganzen Sache: Der Twitter Account nutzt aktuell eine Version des GRAMMYs-Logos, das in Regenbogen-Farben gehüllt ist.

Diese Woche haben zwei Coming-Outs:

Der spanische Singer-Songwriter Pablo Alborán hatte sich auf Instagram als schwul geoutet!

Er erzählt in seinem Coming-Out-Video vom Glück, in einem offenen Elternhaus aufgewachsen zu sein und dass er mit seinem Coming-Out anderen helfen möchte.

Außerdem hat sich diese Woche ein Profi der chilenischen Basketballliga als ebenfalls schwul geoutet: Daniel Arcos.

Daniel hatte seine Homosexualität lange aufgrund der Queerfeindlichkeit im Sport verheimlicht. Als er sich dann aber geoutet hatte, bekam er dieselbe Reaktion wie auch Pablo von seiner Familie: “Ich will nur, dass du glücklich bist. Ich bin für dich da, alles andere ist egal.

Das wars für diese Woche!

Passt gut auf euch auf.

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