WEEKLY (KW 31)

Hallo und herzlich Willkommen zurück zur WEEKLY, der queeren Wochenübersicht.
Langsam macht sich die Sommerpause bemerkbar, weswegen hier die News der letzten zwei Wochen sind.
Viel Spaß beim Lesen! 🙂

 

Mehr queere Filmfiguren, aber weniger queere Vielfalt im Kino:

Zwei Kinotickets stecken in einem Beutel Popcorn
https://pixabay.com/illustrations/popcorn-movie-pop-corn-snack-film-898154/

GLAAD hat die Kinofilme des letzten Jahres auf queere Figuren geprüft und siehe da: in 22 von 118 Kinofilmen gab es mindestens eine queere Person. Dadurch lag die Quote bei 18,6 Prozent.

Ziel ist es, laut GLAAD, bis 2024 auf 50 Prozent zu steigen.

Problem an dem ganzen ist jedoch, dass es hauptsächlich weiße schwule cis Männer gibt. Lesben, Bisexuelle, trans Personen und auch BIPoC (Schwarze, Indige und nicht-weiße Menschen) sind kaum auf der großen Leinwand vertreten. Die Zahl der queeren BIPoC Charaktere ist in den letzten Jahren sogar um fast 20 Prozent gesunken.

Die meisten Charaktere gab es außerdem nicht länger als 3 Minuten im Film zu sehen.

Der erste Inter-Eintrag in Österreich:

Eine Hand mit lackierten Fingernägeln hält einen Reisepass, in dem viele verschiedene Stempel aus unterschiedlichen Ländern sind
https://pixabay.com/photos/pass-passport-visa-stamp-2260989/

Im Juli wurde das erste Mal eine Geburtsurkunde mit dem Geschlechtseintrag “inter” in Österreich ausgestellt. Bislang war nur “divers” als dritter Eintrag möglich. Ähnlich wie auch in Deutschland musste die Software des Personenstandsregisters für die neuen Geschlechtseinträge geändert werden.

Das traurige an der Sache: Diese Änderung gab es nur aufgrund einer Strafanzeige wegen Amtsmissbrauch bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft.

Alex Jürgen hatte nicht nur die Strafanzeige bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gestellt, sondern bereits vor 2 Jahren darauf geklagt, dass es mindestens einen dritten Geschlechtseintrag geben müsse.

Coming Outs der letzten zwei Wochen:

Zwei Coming Outs und ein Geständnis gab es die letzten paar Wochen.

Unter anderem hat sich Singer-Songwriter Avery Wilson als bisexuell geoutet. Bislang hatte er Fragen zu seinem Privatleben vermeidet, doch zu seinem 25. Geburtstag postete er auf Twitter “I’m bisexual . Ok bye 👋🏾” (Übers.: Ich bin bisexuell. Okay, tschüß).

Genauer geht er in einem Instagrampost auf seine Entscheidung, sich zu outen ein: “To finally answer the question….YES, I’m a bisexual man who’s in love with LOVE. I AM WHO I AM and I LOVE WHO I LOVE. Always have and always will! ❤️” (Übers.: [Um endlich die Gerüchte um meine sexuell-romantische Identität zu beantworten] … JA, ich bin ein bisexueller Mann, der in die Liebe verliebt ist. Ich bin, wer ich bin und ich liebe, wen auch immer ich liebe. Habe ich schon immer und wieder ich immer.)

Außerdem hat sich Tegan Nox – WWE-Nachwuchstalent – auf Instagram geoutet.

Während eines Besuches in der “Wizarding World of Harry Potter” im Universal Orlando Resort hatte sie ein gemeinsames Foto mit ihrer Freundin Sierra St. Pierre gepostet. Titel des Bildes war “Life is good ❤️🧡💛💚💙💜” (Übers.: Das Leben ist gut.)

Sie ist nicht die erste Wrestlerin, die sich als lesbisch geoutet hat: Ronda Rousey, Shayna Baszler, Sonya Deville und Dakota Kai haben sich ebenfalls in der Vergangenheit aus dem Schrank getraut.

Das Geständnis der Woche kommt von James Gunn und Tony Cervone: die beiden haben diesen Monat mehrfach bestätigt, dass Velma – die bodenständigste Figur in der Serie Scooby-Doo – tatsächlich lesbisch ist.

Vielen Fans ist es durch Zitate in den Serien aufgefallen, doch laut dem Autor und dem Producer war es den beiden nicht möglich, Velma so lesbisch darzustellen, wie sie es gern getan hätten.

Das wars für diese Woche.

Die WEEKLY wird nicht in Sommerpause gehen, allerdings bis zum Herbst vorerst auf die Bi-WEEKLY umsteigen. Wir sehen uns also in zwei Wochen wieder!

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