Queere Charakter: Cheryl Blossom aus Riverdal

Mit dieser Queerzeit möchte wir eine neue Rubrik starten: Queere Charaktere in der Popkultur.

© NETFLIX

Der erste Charakter, der auf diesen Seiten vorgestellt wird, ist Cheryl Blossom aus der Netflix-Serie „Riverdale“.

In der Serie, die auf den Archie-Comics basieren, geht es um eine Gruppe Jugendlicher, die in der ersten Staffel den Mord eines Mitschülers – nämlich Cheryls Zwillingsbruder Jason – aufklären und sich in der zweiten Staffel mit Veronicas Vater und seinen kriminellen Machenschaften rumschlagen.

Cheryl Blossom gehörte ursprünglich gar nicht zur Gruppe um Archie Andrews. Als „Faschistenbarbie“ verschrien war sie die erste Antagonistin Riverdales, bevor Hiram Lodge ins Bild trat. Als exzentrisch, hysterisch und definitiv narzisstisch würden man Cheryl bezeichnen. Ihr ist jedes Mittel recht, um ihr Ziel zu kommen – ganz gleich, ob dabei jemand verletzt wird oder nicht. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Cheryl nicht nur aus reichem Haushalt kommt, sondern ihre Eltern höchst manipulativ – ja, gar schon misshandelnd – agieren und sie das Mädchen, wenn sie Cheryl in ihrer Persönlichkeit und ihren Emotionen nicht
völlig abwerten, größtenteils vernachlässigen. Zu Beginn der ersten Staffel sieht man die Rothaarige zuhauf noch mit Jungs rummachen. Das ändert sich jedoch langsam, als zu Beginn der zweiten Staffel herauskommt, dass Cheryls erste Liebe eine Freundin namens Heather war und diese Liebe von ihrer Mutter abgelehnt wurde. Diese hasserfüllte Ablehnung endete in den folgenden Episoden damit, dass Cheryl in ein Heim für „Schwererziehbare Kinder“ verschleppt wird und sie dort einer Konversionstherapie ausgesetzt wird, um ihre „abartigen Gedanken auszutreiben“. Der Hauptauslöser für diese Storyline war – neben der Tatsache, dass sie ihrer Mutter langsam auf die Schliche kam – Toni Topaz, Cheryl zukünftige Partnerin. Toni ist zudem der zweite geoutete Charakter, der im Riverdale-Universum existiert.

Rein offiziell wird Cheryl in der Serie als bisexuell gehandelt. Aufgrund der vergangenen Erfahrungen mit ihrer Mutter kann es jedoch durchaus sein, dass sie sich der zwanghaften Heteronormativität hingegeben hatte und sich in Wirklichkeit eigentlich als lesbisch bezeichnet würde.

Bei Netflix stehen zurzeit die Staffeln 1- 2 zum Binge Watching bereit.
Aktuell kann man jede Woche, einen Tag nach US-Erstausstrahlung, eine neue Folge der Staffel 3 auf Netflix anschauen.

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