Liebe Leser*innen,

ich freue mich total, mich Euch vorstellen zu dürfen. Mein Name ist Vera (sie/they), ich bin 27 Jahre alt, gebürtige Magdeburgerin und seit dem 1. April die neue Mitarbeiterin der LSBTIAQ*-Landeskoordinierungsstelle (LKS) Sachsen-Anhalt Nord. Nach meinem Abschluss im vergangenen Jahr hat mich der Weg zum LSVD+ Sachsen-Anhalt e.V. verschlagen – nicht nur, weil ich selbst queer* bin, sondern weil ich mich im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit queeren* Schutzräumen in Sachsen-Anhalt auseinandergesetzt. Dabei habe ich gezeigt, dass unsere Bedarfe als Community sehr groß sind und kaum gedeckt oder in den meisten Fällen nicht einmal gesehen werden. Der LSVD+ Sachsen-Anhalt e.V. ist ein Leuchtturm für viele queere* Menschen in Sachsen-Anhalt, der sich mit großem Engagement dafür einsetzt, die Lebensrealitäten queerer* Menschen zu verbessern.

Als LSBTIAQ*-Landeskoordinatorin bin ich die Schnittstelle zwischen Euch, also der queeren* Community, und der Politik und Gesellschaft. Ich koordiniere Beratung und Unterstützung, Bildung und Aufklärung sowie Öffentlichkeitsarbeit rund um LSBTIAQ*-Themen. Ich bringe nicht nur politische und fachliche Expertise mit, sondern auch ganz persönliche. Es ist nicht leicht, sich als queerer* Mensch in einer Gesellschaft entfalten zu können, die uns unsere Rechte, Identität und teilweise unsere ganze Existenz in Frage stellt. Selbstbestimmung steht uns zu und die lassen wir uns nicht nehmen!

Viele Angebote existieren gerade im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts entweder gar nicht oder sind schwer zu finden, und oft hängt alles an einzelnen engagierten Personen. Das führt dazu, dass Menschen durchs Raster fallen, obwohl der Bedarf längst da ist. Genau da will ich ansetzen und dafür sorgen, dass mehr verlässliche Strukturen entstehen und bestehende  gestärkt werden.

Mir ist außerdem wichtig, dass die Perspektiven von queeren* Menschen tatsächlich gehört werden und nicht nur „mitgemeint“ sind. Wir sind kein Nebenwiderspruch! Ich will dafür sorgen, dass Erfahrungen aus unserer Community gehört, ernst genommen und in Entscheidungen einbezogen werden. Es geht mir also weniger um abstrakte Ziele, sondern darum, ganz konkret Bedingungen zu verbessern, die unseren Alltag betreffen.

Die nächsten Monate werden spannend. Ich freue mich, Euch kennenzulernen, mit Euch in den Austausch zu kommen und gemeinsam für uns, unsere Sichtbarkeit und unsere Rechte kämpfen. Passt auf euch auf, bleibt solidarisch und vergesst nicht: Ihr seid nicht allein.

Eure Vera