Knapp sieben Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der Landesverband der AfD ihren Entwurf für ein Wahlprogramm vorgestellt und darin einen radikalen Kurs eingeschlagen.

Neben anderen sozialen Gruppen, trifft es ebenfalls uns queere Menschen besonders schwer: Die Partei plant massive Einschränkungen unserer Rechte, verfolgt „alternative“ Familienmodelle und sieht Regenbogenfamilien explizit nicht als „echte“ Familie an. Stattdessen definiert sie Familie ausschließlich als „Vater, Mutter und möglichst viele Kinder“.

Auch an Schulen will die AfD klare Grenzen ziehen: Regenbogenfahnen sollen verboten, Programme gegen Rassismus gestrichen und patriotische Symbole wie Deutschlandflagge und Nationalhymne verpflichtend eingeführt werden. Vereine könnten künftig nur noch Fördermittel erhalten, wenn sie ein „glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung“ ablegen – eine Regelung, die nicht nur uns sondern auch andere Projekte im sozialen und kulturellen Bereich massiv treffen würde.

Das Programm der AfD ist ein Schreckenssymbol. Queere Menschen, Menschen in Regenbogenfamilien, unsere Allys und alle, die Vielfalt leben, müssen die Pläne ernst nehmen: Die Landtagswahl am 6. September 2026 könnte über die zukünftige politische Landschaft und über Schutz oder Einschränkung ihrer Rechte entscheiden.

Für den LSVD⁺ Sachsen-Anhalt ist klar: Wir müssen sichtbar bleiben, informieren und Haltung zeigen – auch wenn uns das den sprichwörtlichen Kopf kosten könnte.